Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nutzt das fünfjährige Jubiläum der Ahrtal-Flut als Anlass, um vor der Unterschätzung von Elementarschäden zu warnen. Die Katastrophe vom Juli 2021 sei kein singuläres Ereignis, sondern ein Indikator für steigende Klimarisiken in Deutschland.
Kernproblem: Millionen Haushalte und Gewerbetreibende sind nach wie vor nicht oder unzureichend gegen Elementarschäden versichert. Der GDV verweist darauf, dass Hochwasser, Starkregen und Überschwemmungen vielerorts kein regionales Phänomen mehr sind, sondern Regionen treffen, die sich bislang sicher wähnten.
Für Versicherer und Makler hat die Botschaft praktische Konsequenzen: Kundenberatung zum Thema Elementarschutz wird zur Standardaufgabe. Für Immobilieneigentümer und Gewerbebetreiber bedeutet das, Exposures und Policen kritisch zu überprüfen – besonders vor Neubau oder Bestandsfinanzierung. Der Weckruf des GDV adressiert also nicht nur Versicherungsunternehmen, sondern die ganze Wertschöpfungskette des Wohnungs- und Gewerbemarkts.